Alexander von Humboldt – Wissenschaftler und Humanist

Denkmal Alexander von Humboldt Bild vergrößern Denkmal Alexander von Humboldt (© picture-alliance/ dpa) Geboren 1769 in Berlin, genoss Humboldt eine gute Erziehung: Er und sein älterer Bruder Wilhelm, später ebenfalls bedeutender Forscher und Gründer der Humboldt-Universität in Berlin, wurden von Privatlehrern unterrichtet, durch die sich Alexander schon früh für Entdeckungsreisen begeisterte. Bereits während seines Studiums an der Universität Göttingen besuchte er daher England und hielt sich bei seiner Rückkehr für einige Tage im von Revolutionswirren erschütterten Paris auf, was Alexander später als die beste Zeit seines Lebens bezeichnete.

Nachdem ihm seine Mutter ein beträchtliches Vermögen vererbt hatte, konnte er endlich seinen Traum verwirklichen: Durch die Welt zu reisen. Erste Anläufe scheiterten, doch schließlich nahm ihn der spanische König in seine Dienste und Humboldt gelangte im Sommer 1799 nach Amerika. Fünf Jahre bereiste er das Land, untersuchte dort unter anderem einen Vulkan, legte 2000 Kilometer per Boot auf dem Orinoco-Fluss zurück und kletterte auf dem Berg Chimborazo in Ecuador auf über 5700 Meter, womit er einen neuen Höhenrekord im Bergsteigen aufstellte, was ihn auf einen Schlag in ganz Europa berühmt machte: Bei seiner Rückkehr wurde Alexander von Humboldt wie ein Held gefeiert.

Übergesiedelt nach Paris, verfasste er dort ein monumentales Werk über diese Zeit, bestehend aus 36 Bänden und weitere wissenschaftliche Bücher. Schon nach wenigen Jahren zog es ihn allerdings erneut in die Ferne und er begann mit Planungen für eine ausgedehnte Reise nach Asien. Aufgrund der politischen Verhältnisse scheiterte er damit zwar, besuchte dafür jedoch ab 1822 Italien und England und verfasste darüber ebenfalls aufwendige Reisebeschreibungen. Seine Forschungen forderten aber ihren Tribut: 1827 war das geerbte Vermögen aufgebraucht und er war gezwungen in die Dienste des preußischen Königs Friedrich Wilhelm III. einzutreten.

An der Universität Berlin begann er deswegen seine berühmten "Kosmos"-Vorlesungen zu halten. Allerdings brach er nur zwei Jahre später doch noch einmal zu einer ausgedehnten Forschungsexpedition auf: So durchquerte er ganz Russland, legte dabei 15.000 Kilometer zurück und gelangte bis an die chinesische Grenze. Von dieser Reise brachte er unter anderem einen Diamanten mit – den ersten, der jemals außerhalb der Tropen gefunden worden war.

Ab 1834 begann er seine "Kosmos"-Vorlesungen niederzuschreiben – bereits die ersten Bände der Reihe wurden allesamt zu Verkaufsschlagern. Und obwohl politische Wirren seine Arbeit behinderten, arbeitete er daran bis zu seinem Tod am 6. Mai 1859.

Zu seinen Bekannten zählten Johann Wolfgang von Goethe, der amerikanische Präsident Thomas Jefferson und zahlreiche weitere Staatsmänner, weltberühmte Wissenschaftler, Künstler und Gelehrte.

Nach ihm ist auch die "Alexander-von-Humboldt-Stiftung" benannt, die mit Unterstützung der Bundesregierung und anderen nationalen und internationalen Partnern die Wissenschafskooperation zwischen herausragenden ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern fördert.

Quelle: www.humboldt-portal.de

www.humboldt-foundation.de

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