Europäischer Erfinderpreis für deutschen Pionier der Solarenergie
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Neues Solardach für das Paul VI Auditorium
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Der deutsche Forscher Adolf Goetzberger (80) hat sein Leben der Sonne gewidmet. Er gründete schon Ende der 70er Jahre das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg. «Sonne ist Energie und das wollte ich immer physisch umsetzen», sagt er. Auf Titel und Preise legt er keinen besonderen Wert. Trotzdem freut es ihn, dass die EU-Kommission und das Europäische Patentamt ihn jetzt als «Europäischen Erfinder des Jahres 2009» für sein Lebenswerk ausgezeichnet haben.
«Als ich mein Fraunhofer Institut für Solarenergie gegründet habe, war Solarenergie allgemein unterschätzt», erinnert er sich. Viele Kollegen schüttelten damals nur ungläubig den Kopf, dass sich Goetzberger mit so etwas Aussichtslosem wie der Solarenergie befasste. Auch politische Widerstände waren zu überwinden, die Finanzierung des Freiburger Instituts war mehr als einmal gefährdet. Heute ist längst unbestritten, dass die Solarenergie und insgesamt erneuerbare Energien für die Zukunft unverzichtbar sind.
«Es war damals schon klar, dass unsere Ressourcen begrenzt sind und wir irgendwann auf die Energie der Sonne, die unerschöpflich ist, zurückgreifen müssen», sagt Goetzberger heute. Weil Rohstoffe zur Neige gehen, «müssen wir letztendlich alles mit erneuerbaren Energien bewältigen.» 2050 könnte es damit soweit sein, schätzt der Physik-Professor. Für Adolf Goetzberger ist Sonnenenergie «Bürgerenergie» - die Antwort auf die offenen Fragen einer nachhaltigen globalen Energieversorgung. Schon in den 90er Jahren hat er in Freiburg ein energieautarkes Solarhaus bauen lassen, ein bewohntes Großlabor mit einer bis heute wegweisenden Technik.
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Niederländisches Solarmobil Nuna II
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«Ich habe meine Patente nie gezählt, es dürften so 30 bis 40 sein», sagte Goetzberger bei der Preisverleihung. Auch im Ruhestand arbeitet er noch halbtags. «Vor einem Jahr habe ich noch einmal ein Patent gemacht und eingereicht.» Dabei hat Goetzberger die ersten 25 Jahre seiner Karriere in einem ganz anderen Bereich verbracht, in der Halbleiterforschung. Doch dann hatte er den Mut, noch einmal ganz von vorne anzufangen – auch das zeichnet einen überragenden Forscher aus.
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Zweitgrößter Solar-Park der Welt entsteht in Brandenburg
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Der Erfinderpreis der EU wird seit 2006 jährlich vergeben, und zwar in den Kategorien Industrie, Nicht-Europäer, Forschung in kleinen und mittleren Unternehmen, sowie für das Lebenswerk Neben Goetzberger wurden diesmal auf der Prager Burg ausgezeichnet: Jürg Zimmermann (Schweiz) and Brian Drucker (USA) für eine neues Leukämie-Medikament, Joseph Le Mer (Frankreich) für ein effizienteres Heizsystem, sowie als Nicht-Europäer Zhou Yiqing (China) für ein Malariapräparat, das auf traditioneller chinesischer Medizin basiert.
dpa